Schnee Glöckchen - Praxis für Kinder und Jugendlichen-Psychotherapie
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08340 Schwarzenberg
Tel.: 03774 82 47 580
Email: kontakt@schnee-gloeckchen.de

Hier konnte ich Schnee Glöckchen und Rudi schon helfen

Alle hier veröffentlichten Erfahrungsberichte sind von den PatientInnen und deren Eltern selbst geschrieben und mit deren Einverständnis streng anonymisiert veröffentlicht. Sie dienen jediglich dazu ein Gefühl für Psychotherapie sowie für mich und meine Arbeitsweise zu vermitteln und Betroffenen Mut zu machen, den Weg in die Therapie zu finden.

Mutti von Ben

Es ist schon ein paar Jahre her, als unser Weg uns zum ersten Mal zu Frau Erfkämper führte. Ben war damals ungefähr 9 Jahre alt und besuchte die Grundschule. Er war schon immer ein sehr aufgeweckter Junge, an Allem interessiert. Seinem Drang, pausenlos etwas Neues zu entdecken, konnte man oft kaum nachkommen. Er mochte es von Anfang an sehr, zur Schule zu gehen: „Ich mach mal Abitur“, sagte er damals schon. Alles schien perfekt. Bis dann irgendwann eben häufiger Probleme auftauchten. Da waren auf der einen Seite die Unkonzentriertheit im Unterricht, mangelndes Sozialverhalten innerhalb der Klasse, ständig das Bedürfnis die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu richten, koste es was es wolle.., kaum Freunde. Dem gegenüber stand auf der anderen Seite ein überdurchschnittliches Allgemeinwissen, ein großes Interesse an so vielen Dingen sowie ein Wortschatz, mit dem er seinen Mitschülern um einiges voraus war- ein Zwiespalt. Bens Klassenlehrerin gab uns den Tipp, doch einmal seinen IQ testen zu lassen. Ich bin ihr heute noch dankbar für diesen Anstoß, denn so begann unser Weg…

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Die Aussicht auf Veränderung durch diese Möglichkeit, lies mich hoffen. Doch wo beginnen? So kontaktierte ich einige Kinder- und Jugendpsychotherapeuten in der Umgebung. Manche konnten diesen Test nicht durchführen oder waren, was Bens „Problem“ anging, nicht sehr aufgeschlossen. Andere wiederum hatten Wartezeiten von bis zu 6 Monaten. Ich war schon nahe dran aufzugeben, als sich ganz zeitnah die Möglichkeit einer Sprechstunde bei Frau Erfkämper im Rahmen ihrer Tätigkeit in der Psychosomatischen Reha-Fachklinik ergab. Ich kann nicht einmal mehr sagen, woher ich ihren Kontakt bekam- aber ich war überglücklich. Den Weg von mehr als einer Stunde nahmen wir damals gern in Kauf, auch wenn es manchmal neben Beruf und Familie sehr anstrengend war. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen und sehr klar nahm sie sich Bens Schwierigkeiten und auch meinen Sorgen an. Schon nach ganz kurzer Zeit war klar, die „Chemie“ stimmt und sie begleitete Ben im Rahmen einer Therapie von ca. 25 Stunden. Nach erfolgter

IQ-Testung bekam Ben von Frau Erfkämper ein „Handwerkszeug“ um gut mit sich und seinem „Besonders sein“ in seinem Umfeld umzugehen und wir gingen gestärkt in den Alltag. Eine entspannte Zeit stand uns bevor…

Bis dann 1-2 Jahre später, meine Trennung von Bens Papa für ihn neue Sorgen zu Tage brachte. Er konnte den für mich nötigen Schritt, verständlicherweise nur sehr schwer ertragen. Das tat auch mir als Mutter sehr weh, auch ich hätte ihm diese Sorgen gern erspart. Wieder führte uns der Weg zu Frau Erfkämper. Und es war, als hätten wir uns erst gestern gesehen…Ben war sofort wieder bei ihr angekommen. Es war für mich ein unglaubliches Glück zu sehen, wie sie, mit viel Offenheit, Herzlichkeit und Ehrlichkeit - auf Ihre ganz eigene Art und Weise, auch hier sofort wieder mit Ben arbeitete. Nicht nur dass ich spürte, es geht meinem Sohn damit gut, so waren auch die regelmäßigen Elterngespräche sehr wichtig. Bens Anliegen hatte immer Priorität und über die Frau Erfkämper anvertrauten Dinge gab es Verschwiegenheit. Doch es gelang ihr, mir als Mutter auch die andere, mir manchmal verborgene Seite von Ben zu zeigen und wieder näher zu bringen. Das ging soweit, dass ich in einer Zeit der größten Probleme mit Ben (Straffälligkeit und drohender Schulverweis, ständige Konfrontation zu Hause, angedachte stationäre Therapie) nicht mehr weiter wusste konnte und wollte. Sie forderte hier ganz klar von mir eine Entscheidung zum zukünftigen Miteinander und Lebensrahmen mit Ben . Für den Moment einfach Ausweglosigkeit - aber ein Anstoß, für einen Weg in welche Richtung auch immer. Meine Richtung war die für und mit Ben zu kämpfen. Und ich bin dankbar für diese Ihre (Heraus)forderung. Heute ist Ben 16 ½ Jahre und wir haben einfach ein wunderbares Verhältnis zueinander. Nicht ohne Probleme und Sorgen, aber wir haben gelernt sie zu lösen, einander zu respektieren und wenn es ganz sehr knistert, uns auch mal aus dem Weg zu gehen. Therapie, das ist Arbeit und nicht der bequeme Weg. Und die vielen Stimmen von außen, die sagen: „Ach, das ist doch nicht nötig. Das schaffst du auch allein“ lassen einen wohl manchmal zweifeln, ob sie denn wirklich nötig ist. Aber Therapie das sind auch viele schöne, unvergessliche Momente, eine Kennenlernen des eigenen ICHs, so mancher „Aha-Effekt“ , Lachen und Weinen und die Antwort auf viele Fragen, eine Hand, die dir gereicht wird und ein sicherer Boden. Dafür möchte ich DANKE sagen…ich würde es wieder tun.

Frau I.

Es begann alles an einem Sonntag im März 2009. Ich saß mit meinem damaligen Freund zu Hause bei meinen Eltern in meinem Zimmer und versuchte für eine anstehende Leistungskontrolle, die im Rahmen meiner Ausbilldung anstand, zu lernen. Bei dem Versuch ist es allerdings auch geblieben. Mir rollten plötzlich und ohne erkennbaren Grund dicke Tränen über das Gesicht. Ich weinte und weinte, konnte nicht aufhören und klar und deutlich zu sprechen, um meinen Eltern oder besser gesagt meiner Mutter zu erklären, was los ist, war mich auch nicht möglich. Ich bettelte sie dann förmlich an, zu Hause bleiben zu dürfen und nicht in diese Schule fahren zu müssen. Dies ging über 4 Wochen so. Nach diesen Wochen ging ich für eine Woche in die Schule und dann schien alles wieder von vorne anzufangen. Von diesem Zeitpunkt an besuchte ich die Schule nicht mehr. Mich plagten enorme Ängste des Versagens und vor meinen Mitschülern bekam ich auch immer mehr Angst. Ein ausschlaggebender Punkt war sicherlich auch, dass ich für diese Ausbildung von zu Hause ausgezogen bin und aber scheinbar oder überhaupt noch nicht bereit dazu war, allein und in einer fremden Stadt ohne Familie und Freunde leben zu können.

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Da es so natürlich nicht weiter gehen konnte, ging ich - zu Beginn eher widerwillig - mit meiner Mutter zu einer Psychiaterin. Dort wurde, nachdem mit mir mehrere Gespräche zu meinem bisherigen Lebenslauf geführt und verschiedene Tests durchgeführt wurden, überlegt, ob eine ambulante Therapie ausreichend ist, oder doch lieber ein stationärer Aufenthalt in Betracht gezogen wird. Letzteres war dann der Fall. Ich ging für 6 Wochen in stationäre Behandlung und stellte mir zu Beginn verständlicher Weise die Frage ‚Was sollst du in einer Psychiatrie? Du bist doch nicht verrückt!‘.

Nachdem der stationäre Aufenthalt schließlich beendet war, begann ich einige Monate später bei Frau Erfkämper meine erste ambulante Therapie, welche sich über 2 Jahre erstreckte. Die Therapie im Anschluss an den stationären Aufenthalt begann ich aus dem Grund, weil ich merkte, dass es nur mit dem nicht getan war. Ich wollte weiter an mir arbeiten, stärker werden und Methoden und Techniken kennen lernen, die mir dabei helfen über mögliche Tiefs besser hinwegzukommen. Natürlich gab es Sitzungen, die mir sehr nahe gingen, mir schwer fielen und kein Ende zu nehmen schienen und im Gegensatz dazu aber auch Sitzungen, die mir leicht gefallen sind und schneller vorbei waren. Ich arbeitete mit Frau Erfkämper meine komplette Kindheit, mein komplettes bisheriges Leben, bis zum Ist-Tag auf und verstand mich und meine Verhaltensweisen allmählich immer besser und besser. Nach 2 Jahren war diese Therapie beendet und ich fühlte mich mit mehr Selbstbewusstsein ausgestattet und stärker, um mögliche auf mich zukommende Hürden zu meistern. Eine Zeit lang gelang mir das auch, aber dann fiel ich wieder in ein solches Loch, aus dem ich nicht alleine heraus kam. Aus diesem Grund bin ich den für mich furchtbar schweren Schritt gegangen, nochmals eine Therapie, über etwas mehr als ein Jahr zu beginnen. Auch hier stand mir Frau Erfkämper wieder zur Seite.

Dies alles Beschriebene geschah in der Zeit von meinem 16. bis zu meinem 21. Lebensjahr. Es war eine Zeit, die mich für mein weiteres Leben enorm prägte.

Ich bin dankbar dafür, dass mein damaliger Partner und natürlich auch meine Eltern und Familie immer an meiner Seite waren, mir während des Klinikaufenthaltes immer zur Seite standen und versucht haben, mir diesen so ‚leicht und angenehm‘ wie möglich zu gestalten. Am meisten Kraft schien mir aber dennoch mein damaliger Partner gegeben zu haben. Auch wenn ich heute noch daran denke, dass ich jeden Tag einen Brief von ihm bekommen habe, in dem mal ein Gedicht oder ein Foto mit drin lagen, muss ich unweigerlich anfangen zu schmunzeln. Ich bin ihm so unendlich dankbar, dass er auf mich gewartet hat, immer hinter mir und meinen Entscheidungen stand, mir immer Verständnis entgegengebracht hat und einfach nur für mich da war!

Frau Erfkämper danke ich dafür, dass sie mir über diese Jahre hinweg immer zur Seite gestanden hat, mir auf Augenhöhe begegnete und mir immer mit Verständnis und viel Feingefühl gegenüber getreten ist. Sie ließ mir stets Zeit mich auszudrücken und wenn ich ein Gefühl, das mich gerade beschäftigte oder innerhalb der Sitzung aufkam, einmal nicht gleich konkret beschreiben oder ausdrücken konnte, half sie mir dabei, die richtige Bezeichnung dafür zu finden. Sie ‚lehrte‘ mich, meinem inneren Kind Aufmerksamkeit zu schenken, wenn es diese fordert, ihm andererseits aber auch deutlich zu machen, wenn es gerade unangebracht war. Frau Erfkämper schulte mich auch darin, mich und meine Gefühle zu beobachten und wahrzunehmen und dass es in Ordnung ist, diese zuzulassen. Sie ermutigte mich dazu, von außen auf manche Dinge zu schauen, um aus meiner Denkweise ein stückweit herauszukommen und andere Perspektiven und Möglichkeiten der Problembewältigung zu erkennen. Nicht zu vergessen die mit ihr gemeinsam entwickelte Angst-, Notfall- und Panikkiste, in welcher Dinge sind (schöne Musik, ein Buck, Tafel Schokolade,…), die mir dabei helfen sollen einmal abzuschalten oder eine schwierige Situation zu überwinden.

Frau Erfkämper hat mir immer ein Setting zur Verfügung gestellt, in dem ich mich stets wohl gefühlt habe, willkommen war und es mir somit mit der Zeit immer leichter gefallen ist, zu ihr zu gehen. Da war es dann auch manchmal gar nicht so schlimm, wenn sie sehr hartnäckig war und wollte, dass ich mich jetzt und in diesem Moment mit der gerade aktuellen Situation beschäftige…

Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er eine Therapie in Betracht zieht oder doch versucht allein mit seinen ‚Problemen‘ zurechtzukommen. Ich für mich kann jedenfalls sagen, dass es richtig war diesen Schritt zu gehen und bin mächtig stolz auf mich. Ich habe innerhalb dieser Zeit auch gelernt, dass es nicht schlimm ist Schwäche zu zeigen und Hilfe in Anspruch zu nehmen…

Mia

Mein Name ist Mia, ich fande die Zeit bei Ihnen sehr schön, anfangs war es für mich schwierig Ihnen meine Probleme und Sorgen anzuvertrauen, aber dann habe ich es geschafft, weil sie mir in jeder Therapiestunde das Gefühl gegeben haben, dass das was wir hier besprechen immer in diesen Räumlichkeiten bleibt.

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Ich war bei Ihnen, damit ich meine Mathe angst während Leistungskontrollen und Klassenarbeiten in den Griff bekomme und lerne damit umzugehen. Sie haben mir gute Methoden beigebracht. Ich denke das diese Methoden mir auch jetzt helfen. Besonders schön, fande ich den `Lebensfluss`.

Dafür danke ich Ihnen ganz ganz herzlich! Ich hoffe das wir weiter in Verbindung bleiben.

Liebe Grüße und Ihnen Beruflich viel Erfolg.!
Mia